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Persönlicher Zugang

Methode

Spielverlauf

Entstehung und Arbeitsfelder

Literatur

Bildergalerie

 

ANGEBOT

 

• Das Spiel der Elemente

• Angebot in Schulen

 

Schwerpunkt: Menschen mit Behinderung, Kinder, Familien, Frauen, Schulprojekte, basale Förderklassen, MultiplikatorInnen

 

Fachkolleginnen:

Ingeborg Gredler: Familien, Frauen

Fini Kirchweger: Schulprojekte in der Sonderpädagogik

Rita Schöberl: Frauen, mit und ohne Behinderung

 

Kontakt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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PERSÖNLICHER ZUGANG

 

Die Jeux Dramatiques unterstützen Menschen, auf spielerische Weise in stimmigen Kontakt mit sich zu kommen. Und obwohl oder gerade weil es in diesem geschützten Rahmen um das eigene Erleben geht, entstehen oft und leicht intensive Begegnungen mit anderen Teilnehmenden.

 

Dieses Spiel fördert wie nebenbei lustvoll Gruppen- oder Teambildungs- prozesse.

 

Die Jeux Dramatiques schaffen einen Raum, der mich unterstützt, ganz bei mir und gleichzeitig in Verbindung mit dem „Ganzen“ zu sein.

 

Die Jeux Dramatiques ermöglichen mir, spielend Neues über mich zu erfahren, Teilaspekte zu erforschen und auszuleben, die ich im realen Leben nicht ausleben möchte oder wozu ein Leben nicht ausreicht. Dadurch wächst Toleranz gegenüber mir Fremdem, Offenheit dem Leben gegenüber sowie ein klares Gespür für meine Grenzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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METHODE

Jeux (auf französisch Spiele), bedeutet lustbetonte Bewegungsfreude bei freiwilliger Anpassung an Spielregeln. Dramatiques meint Ausdruck aus dem Erleben im Gegensatz zu Spiel vor Publikum. Die Jeux Dramatiques sind eine multimediale, prozess- und handlungsorientierte Arbeitsweise.

Ziele sind inneres Erleben, leibliche Erfahrung, Spiel und Bewusstseins- erweiterung. Der Weg, um dort hinzugelangen, ist die Identifikation mit der Rolle. Unterstützt wird dieser Identifikationsprozess durch:

 

•   eine sensibel geführte Rollenfindung

•   Verzicht auf Sprache
•   den ritualisierten Rahmen

Dazu dienen auch klare Spielregeln:

•   jede/r lässt sich Zeit, mit ihrer/seiner momentanen Stimmung in

     Kontakt zu kommen
•   jede/r sucht sich ihre/seine Rolle selbst aus
•   jede/r spielt vor allem für sich selbst
•   jede/r spielt so, wie sie/er sich von Moment zu Moment fühlt
•   jede/r respektiert den Freiraum der Mitspielenden
•   jede/r darf zuschauen, wenn sie/er nicht mitspielen kann/will.

 

Die Spielregeln basieren auf Grundwerten wie innerer Achtsamkeit, Verzicht auf Bewertung, Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit.
 

 

 

 

 

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SPIELVERLAUF

 

Zur Hinführung in das Thema und die Rolle setzen die JeuxleiterInnen Texte unterschiedlichster Art, Bilder, Fotos, Musik, Instrumente, den Körper, Bewegung, Tanz, Fantasie und verschiedenste Materialen wie Ton, Kinderspielsachen oder  Muscheln ein.

 

Das Besinnen auf sich selbst führt die Spielenden zu einer intuitiven Rollenwahl mit Fragen wie: Was möchte ich sein? Wo möchte ich sein? Was möchte ich machen? Der Rollenfindungsprozess ist sehr wesentlich und wird von der Leitung behutsam geführt.

 

Dann ist Zeit für das Verkleiden, den Standort zu wählen und den Raum zu gestalten. Zum Verkleiden liegen bunte Tücher, Hüte, Krimskrams bereit. Vor dem tatsächlichen Spiel nennen alle Teilnehmenden von ihrem Platz aus nochmals ihre Rolle und fügen Wünsche hinzu, oder was sie auf keinen Fall erleben wollen.

 

Mit dem Gongschlag beginnt das Spiel. Die Spielenden gestalten ihre Rollen aus ihren inneren Impulsen heraus. Durch das Weglassen der Sprache entsteht jene innere Dynamik, durch die sich viele schöpferische Anteile erst entfalten können. Diese Zeit ist ganz dem Erleben gewidmet. Die Leitung begleitet das Spiel, indem sie den Text liest, das Geschehen beschreibend erzählt oder schweigend mitverfolgt. Sie achtet auf Spielwünsche und auf das Einhalten von Grenzen.

 

Der Schlussgong beendet das Spiel. Die Spielenden schlüpfen aus ihren Verkleidungen und Rollen. Eine Nacherlebnisrunde ermöglicht den Spielenden, das gerade Erlebte einander mitzuteilen oder auch zu schweigen.

 

 

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ENTSTEHUNG

Die Jeux Dramatiques wurden auf der Basis der humanistischen Psychologie und Gestaltherapie von Lèon Chancerel in Frankreich um 1930 als pädagogisches Theater begründet. Weiterentwickelt wurden die Jeux Dramatiques in der Schweiz von Heidi Frei, in Deutschland von Karlheinz Moosig und 1988 hat Marion Seidl sie nach Österreich gebracht.

Der psychologisch/therapeutische Ansatz geht davon aus, dass die Fähigkeit des Menschen, sich in fremde Rollen zu versetzen, ein Grundbedürfnis ist. Im absichtslosen Spiel werden Entwicklungsprozesse angeregt: Einfühlungs- und Ausdrucksvermögen, Stärkung der eigenen Identität, Fantasie, Spielfreude, Intuition und Selbsterkenntnis.

ARBEITSFELDER

 

Die Jeux Dramatiques werden in Schulen und Kindergärten, in der Erwachsenenbildung und Selbsterfahrung, Heil– und Sonderpädagogik, Aus- und Weiterbildung für soziale Berufe, Klinken, Beratungsstellen, Psychotherapie sowie im Theater-, Familien- und Freizeitbereich eingesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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LITERATUR

 

Heidi Frei, Jeux Dramatiques mit Kindern 2 (Zytglogge-Verlag)

Arbeitsgemeinschaft Jeux Dramatiques, Ausdrucksspiel aus dem Erleben 1 (Zytglogge-Verlag)

Marion Seidl, Erich Heiligenbrunner, Ich zeig dir meine Welt (Ökotopia-Verlag)